Mein Auslandsjahr - Teil 1 - Laura Marie

11. Mai 2017

Mein Auslandsjahr - Teil 1


2014-2015 war ich für ein Jahr im Ausland, nicht weit weg, aber trotzdem Ausland. Ich war nämlich in dem kleinen, aber feinen skandinavischen Land Dänemark. 

Wie hat alles angefangen?

Angefangen hat alles Anfang des 11. Schuljahres. Die Klassen wurden in Profile eingeteilt und in meiner Klasse waren gleich zwei Mädchen, die ein halbes Jahr ins Ausland gehen wollten. Die eine nach Costa Rica und die andere nach Kanada. Ich habe mich mit den beiden Mädchen relativ gut angefreundet und bin durch diese Freundschaften auf das Thema Auslandsjahr aufmerksam geworden. Ich habe angefangen mich über Organisationen zu informieren und Youtube-Videos von Leuten anzuschauen, die im Ausland waren. Das Fernweh packte mich immer mehr und ich habe dann auch angefangen mir einzelne Länder näher anzusehen und mich über diese zu informieren. Relativ schnell standen dann sehr viele weit entfernte, aber auch europäische Länder auf meiner Wunschliste. Ich wollte am liebsten die ganze Welt bereisen und möchte das auch heute noch. Nach und nach habe ich angefangen meiner Mutter davon vorzuschwärmen und sie dazu überredet mich bei einer Organisation zu bewerben. Sie hat zugestimmt, hätte aber nicht gedacht, dass ich das auch wirklich durchziehe. Nachdem ich die Erlaubnis hatte musste ich erstmal eine Organisation finden, bei der man auch gut ein Stipendium bekommen konnte, da ich sehr viele Geschwister habe und meine Eltern mein Abenteuer nicht alleine hätten bezahlen können.

Welche Organisation ist es letztendlich geworden?
Nach langem Suchen habe ich eine Organisation gefunden, die mir gefiel: YFU - Youth for Understanding. YFU ist eine Organisation, die zu dem Zeitpunkt noch relativ unbekannt war- so ziemlich niemand den ich kannte ist mit dieser Organisation ins Ausland gegangen. 

Was musste ich dann machen um mich zu bewerben?

Um mich zu bewerben musste ich erstmal sehr, sehr viel Papierkram ausfüllen. Über meine Familie, meine Noten usw. Aber das wichtigste war meine Länderauswahl. Bei YFU ist es nämlich so, dass man seine ausgewählten Länder auf eine Liste schreiben muss. Meine Liste sah so aus:
  1. USA
  1. Südafrika
  1. Dänemark
  1. Ecuador
  1. Norwegen
  1. Schweden
Dann wird geguckt ob noch ein Platz im 1. Land frei ist, wenn nicht, dann guckt man im 2. usw.Für mich war dann ein Platz in Dänemark frei. Bevor ich das allerdings wusste, wurde ich erstmal zu einem Gespräch nach Hamburg in die Hauptstelle von YFU eingeladen. Dort gab es ein Gruppen-und ein Einzelgespräch. Dann hieß es wir müssten uns noch etwas gedulden, aber nach ca. 2 Wochen habe ich dann einen Vertrag zugeschickt bekommen. 

Meine Reaktion zum Vertrag?
Ich war überglücklich endlich zu wissen ob es losgeht und wohin. Ich hab gefühlt den ganzen Nachmittag Freudentränen in den Augen gehabt und mich darauf gefreut es allen zu erzählen. Viele werden sich fragen warum ich Dänemark genommen habe?! Ganz einfach, Dänemark ist ein Land das mich fasziniert. 

Wie ging es weiter?

Also der Vertrag kam Mitte November, dann musste ich Auslandsbafög beantragen und sehen, dass ich von anderswo noch Stipendien bekam. Außerdem habe ich mir einen Job gesucht um noch etwas dazu zu verdienen. Anfang April habe ich dann meine Gastfamilie bekommen - der absolute schönste Moment während der Vorbereitungsphase. Dann -Ende April- fand die Vorbereitungstagung in Lauenburg statt. Sie ging insgesamt eine Woche und es waren viele Leute da, die auch innerhalb Europas ihr Auslandsjahr verbringen sollten. Dort habe ich auch super coole Mädchen kennengelernt, mit denen ich heute auch noch befreundet bin. Nach der VBT musste ich mich dann darum kümmern, dass ich alle Impfungen hatte, aber mir fehlte glaube ich nur eine (so viele braucht man ja nun auch nicht) und dass ich für das 12. Schuljahr beurlaubt wurde und dies dann auch wiederholen konnte. Am 26. Juli 2014 ging es dann mit meiner Familie zum Hamburger Hauptbahnhof, wo wir die anderen Dänen getroffen haben, um dann gemeinsam mit einem Reisebus nach Dänemark zu fahren. 

So damit das nicht zu lang wird, habe ich mich dazu entschlossen den Artikel in mehrere Teile aufzuteilen. Wenn ihr Fragen habt beantworte ich diese gerne, schreibt sie einfach in die Kommentare.

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